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Neuer Tagesspiegel-Podcast „104h Blackout“: Wie verletzlich unsere Infrastruktur wirklich ist

  • 30. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Ab heute sind die ersten beiden Folgen des neuen Tagesspiegel‑Podcasts „104h Blackout“ verfügbar.

Darin rekonstruiert die Redaktion erstmals umfassend den tagelangen Stromausfall von Anfang Januar 2026 – und setzt zugleich ein klares Zeichen für den strategischen Ausbau hochwertiger Audioformate auf externen Plattformen.


Am 3. Januar 2026 fällt im Südwesten Berlins um 6.13 Uhr der Strom aus. Eine Sabotage an einer Kabelbrücke legt ganze Stadtteile lahm, 100.000 Menschen sind tagelang ohne Heizung, Handy, Internet und Notruf. Insgesamt 104 Stunden dauert der schwerste Blackout in Berlins Nachkriegsgeschichte. Reporter Julius Geiler und Sonja Gillert, Co-Leiterin des Ressorts Voice & Vision, rekonstruieren in einem sechsteiligen Podcast, was passiert ist, wer betroffen war, warum der Angriff möglich war und welche Lehren Deutschland daraus ziehen muss.


Tagesspiegel-Chefredakteur Christian Tretbar sagt: „Mit dem neuen Podcast ‚104h Blackout‘ möchten wir ein Zeichen für aufwendig recherchierten Qualitätsjournalismus setzen, der komplexe gesellschaftliche Entwicklungen in ein modernes, zugängliches Format übersetzt. Ziel soll sein, den Tagesspiegel für neue Zielgruppen zu öffnen, die Marke plattformübergreifend zu schärfen und relevante Recherchen stärker als bisher erlebbar zu machen.“


Sonja Gillert, Ressortleiterin Voice & Vision & Co-Host: „Der Tagesspiegel hat den Stromausfall im Januar und seine Folgen intensiv begleitet – mit vielen Reporterinnen und Reportern vor Ort. Die Tage ohne Strom haben offengelegt, wo die Schwachstellen unserer Krisenvorbereitung liegen. Und das in einer Zeit, in der klar ist, dass ganz Deutschland krisenfester werden muss. Mit dem Podcast wollen wir genau diese Debatte über unsere gesellschaftliche Resilienz anstoßen.”


Reporter Julius Geiler: „Wir wollen mit dem Podcast den Fokus vor allem auf die Menschen legen, die nicht einfach für ein paar Tage ins Hotel ziehen konnten, um dort auszuharren, bis der Strom wieder da war. Alte, pflegebedürftige Menschen, aber auch Bewohner prekärer Wohnverhältnisse. Für einige ging es Anfang Januar in Berlin um Leben und Tod. Unsere Recherchen zeigen, dass das Szenario eines großflächigen Stromausfalls überall in Deutschland jederzeit denkbar ist. Nicht nur in der Hauptstadt, auch in München, Frankfurt oder Leipzig.“


Seit 2022 gab es bundesweit mehr als 570 politisch motivierte Angriffe auf die Energieversorgung. Die Sabotage in Berlin verdeutlicht, wie verletzlich kritische Infrastruktur ist – und wie schnell aus einer lokalen Störung ein gesamtgesellschaftlicher Ausnahmezustand wird. Die sechs Folgen beleuchten die ersten chaotischen Stunden, die Schwierigkeiten der Reparatur, die Spurensuche bei den Tätern, geopolitische Bedrohungslagen, die politische Dimension der Krise und die Frage, wie Deutschland krisenfester werden kann.


Anlässlich des Podcast‑Launches findet am heutigen Donnerstag, 30. April, von 12 bis 13 Uhr ein Tagesspiegel‑„High Noon“-Talk im Livestream statt. Mit dabei sind Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College London, Manuel Atug, Gründer und Sprecher der AG KRITIS, Sonja Gillert, Ressortleiterin Voice & Vision des Tagesspiegels, sowie Karsten Wiedemann, Redaktionsleiter Tagesspiegel Background Energie & Klima. Interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer können sich anmelden und live Fragen stellen: https://luma.com/qfjj6jwr


Folge 1 ist ab sofort verfügbar. Sie begleitet Betroffene durch die ersten Stunden, spricht mit der Bezirksbürgermeisterin, Helfern und Experten und zeigt, wie nah lebensbedrohliche Situationen plötzlich waren.


Darüber hinaus ist Folge 2 für Abonnenten schon jetzt unter tagesspiegel.de/blackout zu hören.


Folgenübersicht:

• 6.13 Uhr – Nichts geht mehr

• Das Stromnetz – What can go wrong, will go wrong

• Die Täter – Es brodelt im Untergrund

• Wegwerf-Agenten – Gerücht und Realitä

• Der Strom ist zurück – und alle reden über Tennis

• Kurbelradios, Dosensuppe – und der fehlende Plan


Der Podcast „104h Blackout“ ist ab sofort verfügbar auf tagesspiegel.de/blackout sowie überall, wo es Podcasts gibt:


 
 
 

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